In der heutigen Ausgabe des Münchner Merkur finden wir einen interessanten Beitrag zum Thema Landwirte und Flächenfraß. Darin spricht sich der Kreisobmann des Bauernverbandes für Erding, Jakob Maier, klar gegen den Flächenverbrauch aus: "Überall verschwindet Grün- und Ackerland unwiederbringlich."
Sowohl mit dieser Aussage, als auch seiner Forderung endlich wirksame Maßnahmen gegen den Flächenverbrauch vorzunehmen, steht er ganz auf einer Linie mit seinem Verbandspräsidenten Felßner...und was ungewohnt erscheinen mag...den Grünen. Deren Flächenverbrauchs-Spezialist Ludwig Hartmann bereitet derzeit einen zweiten Anlauf für ein entsprechendes Volksbegehren vor.
Ein Passus, den Flächenverbrauch auf nur noch 5 Hektar täglich zu reduzieren, war schon Bestandteil des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" von 2018, das Ministerpräsident Markus Söder eigentlich vollumfänglich übernommen hatte. Die Umsetzung lässt aber offenbar noch auf sich warten. 2022 lag der tägliche Flächenverbrauch Bayerns bei 10,3 Hektar.
Aktuell arbeitet der Bayerische Landtag an einem Gesetzesentwurf für nachhaltige Flächennutzung mit dem Verbrauchsziel von 5 Hektar täglich. BBV-Obmann Maier sieht für eine wirksame Umsetzung eine Änderung bei der Finanzierung der Gemeinden den Ansatzpunkt: „Die Finanzierung der Gemeinden muss auf neue Beine gestellt werden. Die Gewerbesteuer als wichtige Geldquelle animiert die Kommunen geradezu, neue Gewerbegebiete auszuweisen.“ Maier hält ein staatliches Umlagesystem für sinnvoller.
Übermäßiger Flächenverbrauch, dadurch Verlust wertvoller landwirtschaftlicher Flächen, das starke Verlangen nach Gewerbesteuereinnahmen. Das Thema ist offensichtlich überregional.
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